Schreib- und Lesekultur im Internetzeitalter

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Erstmals in den 1990er Jahren tauchte der Begriff “Blog” auf. Das Wort Blog setzt sich zusammen uns “Web” und “Log(buch)”.
Ursprünglich dienten Blogs ihren Schreibern hauptsächlich als Internet-Tagebuch. Mittlerweile ist Blogging zur Kultur geworden.
Zu jedem erdenklichen Thema gibt es Blogs, teilweise sind es immer noch einfach Tagebücher, oder aber auch Rezeptsammlungen, Ratgeber zu bestimmten Themen oder auch Nachrichtenseiten.
Viele Blogs sind auch einfach dem Austausch und der Kommunikationen mit anderen Internetusern dienlich.

Die moderne Form des vademecums:  Blogs und Foren

Heutzutage gibt es sogar etliche Blogs, die Preise gewonnen haben, da sie einfach einen wertvollen Beitrag zu bestimmten Themen bieten. Viele aus der Medienlandschaft bekannte Personen nutzen auch einen Blog, um mit ihren Fans bzw. der Öffentlichkeit in Kontakt sein zu können.
Blogs sind nicht mehr aus dem Internet wegzudenken. Viele Menschen verfolgen bestimmte Blogs über lange Zeiten hinweg und haben so teil entweder am Leben des Bloggers oder aber sie ziehen Informationen aus dem Blog.
Einen Blog kann man sich heute relativ einfach einrichten und muss sich nicht aufwändig eine eigene Homapage einrichten.

Vademecum im virtuellen Zeitalter

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Hat das Internet unser Leben verändert?
Ganz klares JA!

Immer positiv?
Ebenso klares NEIN!

Unser Leben ist öffentlicher geworden und gerade beim jüngeren Teil der Bevölkerung mit einem alarmierenden Verlust des Bewusstseins, Dinge im Extremfall tatsächlich, und nicht nur im übertragenen Sinne, der halben Welt mitzuteilen, verbunden.

Früher führte man ein Tagebuch, von dem man noch nicht einmal wollte, dass es die eigenen Eltern oder Geschwister zu Gesicht bekamen.
Heute schreibt man nahezu über die gleichen Themen einen Blog.

Auf z.B. Facebook ist hip, einen möglichst großen “Freundes”-Kreis zu haben, ohne zu realisieren, dass eine Vielzahl von Menschen, die man überhaupt nicht kennt, erfährt, wo und mit wem man im Urlaub oder auf der letzten Party war.
Potentielle Personalchefs nehmen interessiert die Zurschaustellungen des Lebenswandels, bis hin zu optischen Eindrücken zur Kenntnis.

Durch das Internet besteht allerdings auch 24 Stunden die Möglichkeit, sich über ALLES zu informieren, zu shoppen (egal, ob man in einem kleinen Ort lebt oder Geschäfftsungünstige Arbeitszeiten hat) oder sich in Foren austauschen oder Hilfen jeder Art zu suchen.

Im Glücksfall findet man online sogar den Partner fürs Leben.

Diese Vielfalt beinhaltet Risiken; wenn man sich diese bewusst macht, ist es toll, “on” zu sein.

Vademecum – Ein kleiner Ratgeber

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Das Wort Vademecum, oder auch eingedeutscht Vademekum geschrieben, besteht aus den beiden lateinischen Wörtern vade und mecum, was übersetzt “Geh mit mir” bedeutet. Zu einem Substantiv zusammengezogen beschreibt der Begriff einen kleinen Leitfaden oder Ratgeber, der ein gewisses thematisches Sachgebiet abhandelt.

Gemeint ist also ein kleines Buch oder Handbuch, das sehr viel Wissen zu einem Thema zusammenfasst und auf Reisen mitgenommen werden kann. Der Begriff wurde im Mittelalter geprägt, als wandernde Studenten mittels handlicher Bücher, die sie mit sich herumtragen konnten, ihre Studien durchführten. Ursprünglich meinte Vademecum ausschließlich Handbücher mit theologischem und liturgischem Inhalt. Ab dem 16. Jahrhundert wurde der Begriff dann vor allem für medizinische Handbücher benutzt.

Die Bedeutung des Wortes heutzutage

Diese Bedeutung hat sich bis heute nicht mehr geändert, nur die Themen können sehr verschiedene sein. Im Gegensatz zu einem Lexikon geht es in einem Vademecum aber nach wie vor immer nur um ein einziges Thema bzw. Sachgebiet.
Abgeleitet vom Vademecum hat sich auch der Begriff der Vademekumgeschichte entwickelt. Dieser meint soviel wie eine abgedroschene Geschichte, die jedem schon seit langem bekannt ist.
In romanischen Ländern spricht man übrigens meist vom Venimecum statt vom Vademecum, was die gleiche Definition hat, sich nur vom lateinischen veni mecum ableitet, was “Komm mit mir” bedeutet.

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